Freitag, 11. August 2023

Rückblick KW 31/2023

Outdoor:

Diese Woche verzeichne ich mal unter dem Motto "Licht und Schatten". 

Das Licht: Am Freitag war gutes Wetter nach Feierabend, also ging es ab nach Langenhorn. Gut vorbereitet hatte ich die Runde für die verbliebenen Strassen abgesteckt und auf dem Weg dahin auch noch die eine fehlende Straße mal per Auto gecheckt. Und wieder kommt hier die Frage nach der Logik in der Aufnahme ins Straßenverzeichnis auf. Der ganze Zug ist als Betriebsgelände markiert und Zutritt somit verboten. Na gut, markiert in meinem Tracking und damit abgehakt. Vielleicht springt mich ja nochmal die Info zu der Logik an.

Zum Glück hatte ich meine Strecke noch mit der Liste der offenen Straßen abgeglichen und zum einen noch einen kleinen Weg entdeckt, der auch enthalten ist und zum anderen Straßen entdeckt, in denen ich schon war, die nur nicht richtig in meiner Tabelle vermerkt waren. Ein klarer Nachteil des manuellen Trackings. Klar hätte ich gerne was automatisches, aber das baut man halt nicht mal eben selber ...

Die Tour selber war dann wie erwartet: Langenhorn, Sonne, rechtzeitig Feierabend, die Komplettierung eines Stadtteils und der Langenhorner Chaussee vor Augen. Langenhorn hat in einigen Gebieten wirklich was besonderes. Nicht zu feudal, man kommt gut in die Stadt und trotzdem ziemlich grün. Ich habe viele Wege im Grünen gesehen und genutzt und habe das Gefühl es sind mehr als in anderen Stadtteilen. Ein bisschen erinnert es an meine alte Heimat Norderstedt, aber irgendwie ist Langenhorn aus Jugendtagen sowieso ein bisschen Heimat ...

Was ich vorher nicht kannte sind diese Objekte:



Mit der Bildersuche bin ich dann auf https://sh-kunst.de/anne-ochmann-waechtertuerme/ gestossen. Vier davon hatte ich auf meiner Tour gesehen und irgendwie sollten sie mich wohl ansspringen, da sie viele Motive mit Bezug zu Hamburg und der Heimatverbundenheit tragen. Was passt also besser zu meinem Projekt als diese Wächtertürme. Vielleicht sollte ich anregen noch einen achten zu platzieren mit Fahrradmotiven. Aber schauen wir mal, ob ich alle sieben finden kann und daraus dann zumindest einen Cache bauen kann ...

Fehlt noch der Schatten. Das war dann die zweite Tour. Sie war ziemlich spontan, die Wettervorhersage war gut und mir war mal nach einer komplett anderen Umgebung als das nördliche und zentrale, sehr urbane Hamburg. So fiel meine Wahl auf die Fischbeker Heide und ich bin dann einfach mal los, ohne konkrete Route, nur mit einem ungefähren und sinnvoll erscheinenen Startpunkt. Vor Ort kam dann die Ernüchterung: Irgendwie ganz schön bergig. Ja, das hätte man ahnen können wenn nebenan die Anfänge der Harburger Berge sind. Aber wenn man sich dann sagt, dass man es ja eh irgendwann für die Challenge fahren "muss" nimmt man auch die spontane Herausforderung an.

Die dann aufgekommene Motivation wurde kurz darauf wieder ausgebremst. Die Straßen gehen formal noch deutlich in den Wald rein und sind nicht nur die auf den Karten zu erkennenden asphaltierten Bereiche. Und wenn ich schon in der Ecke bin macht es Sinn sie auch komplett zu fahren. 

Den Boden im Wald würde ich aufgrund des Regens der vorherigen Tage als "schweres Geläuf" bezeichnen und eine Steigung war auch nur mit Schieben zu machen. Ich gebe zu, mir kam kurz der Gedanke meine eigenen Regeln etwas zu modifizieren und an bestimmten Stellen doch mit Unterstützung eines Pedelecs zu fahren. Denn was ist näher dran an der Challenge: Schieben wenn man nicht mehr fahren kann oder fahren mit Unterstützung wenn man es ohne nicht mehr schaffen würde. Aktuell bin ich noch bei dem aktuellen Stand: normales Rad und ggf. Schieben.

Aber dessen nicht genug. Als ich gerade den Beschluss gefasst hatte Richtung Auto zurückzufahren, nichtzuletzt auch, weil das bergige etwas Substanz gekostet hatte, fing es dann doch an zu regnen. Und natürlich war es der Punkt, der dann auch am weitesten entfernt war vom Auto. Und natürlich ging es Richtung Auto auch noch bergauf. Alle Blicke auf die Wetter-App verhiessen keine kurzfristige Besserung, also musste ich auch da noch mal beissen.

Erkenntnisse der Woche:
  • Eine gute Vorbereitung und Tourenplanung muss sein
  • Die Ausrüstung wird um Regensachen erweitert, um bei wechselhaftem Wetter zumindest trocken zurückkommen zu können
  • Bei Regen mit Sommerkleidung kann man plötzlich viel schneller fahren. Man sieht allerdings auch nichts mehr von der Umgebung wegen des gesenkten Kopfes.
  • Bergig, Wald und Sand nur nach längerer Trockenheit, nach Regen also doch eher urbaner oder zumindest asphaltierte Bereiche
  • Nicht nur in die App gucken, sondern selber auf's Regenradar für eine bessere Abschätzung, ob das Wetter nicht doch noch anders werden kann.
  • Bei der Tourenplanung südlich der Elbe werde ich wohl anders planen: Einen kleinen Bereich bergig und dann auf die andere Seite der Cuxhavener Straße, um etwas entspannte rollen zu können. Auch wenn die 30 Sekunden bergab jedesmal Spaß gebracht haben, waren die Mituten bergauf vorher doch anstrengend. (Es erinnerte mich etwas an's Kochen: 1 Stunde oder mehr in der Küche stehen für 10 Minuten essen können)
Indoor:

In kleinen Schritten geht's auch hier immer mal voran. Das GPX-Skript zum Ausblenden der Tracks der geschafften Stadtteile ist benutzerfreundlicher für mich und nebenbei ist mir noch eine Option für eine bessere Performance aufgefallen und wurde auch gleich umgesetzt. Die alte Leidenschaft des Programmierens kommt also auch immer mal wieder ins Spiel.

Meine gesammelten Erfahrungen mit dem Videoschnitt für mein Trackingvideo konnte ich für ein anderes Thema im privaten Umfeld nutzen. Eine Sache von ein paar Minuten, eine willkommene Beschäftigung bei dem Wetter und das gute Gefühl jemandem damit einen Gefallen getan haben zu können. So greift alles ineinander und auch die, die das Projekt gar nicht kennen partizipieren ein bisschen davon. 😎

Was darf nicht fehlen? Richtig! Zahlen!

Erstmal gab es noch ein paar Korrekturen aus den letzten Wochen. Augenscheinlich hatte ich sieben  Straßen und Plätze in Langenhorn mit insgesamt 1970 Metern vergessen als komplett zu markieren.

Ansonsten ergab sich diese Woche das folgende Bild:

    Gefahrene Meter (laut GPS-Tracks) : 40.630

    Komplettierte Meter (Doppelzählungen möglich) : 26.920

    Effizienz (Gefahrene vs. komplettierte Meter) : 0,66

    Komplettierte Meter in 2023 (Ziel: 1000 km) : 381.256 (381,256 km)

    Diese Woche komplettierte Strassen/Stadtteil  (Doppelzählungen möglich): 66

Die Effizienz war diese Woche wieder im gewohnten Bereich von 0,60-0,66. In Langenhorn war sie wie erwartet höher (0,76), in Fischbek dafür mit 0,52 deutlich geringer, weil viele längere Straßen angefangen wurden. Aber das gleicht sich ja irgendwann wieder aus.

Ausblick auf KW 32/2023:

Und wieder einmal ist es schlecht planbar wofür konkret Zeit wird und die Voraussetzungen gegeben sind. Klar, fahren bei trockenem Wetter sobald es möglich und sinnvoll ist. Und in Bezug auf mein Jahresziel ist mir noch ein Aspekt in der Auswertung aufgefallen: Straßen, die ich als nicht fahrbar festgestellt habe, kann ich potentiell ja auch noch in meine "erledigt"-Summe mit aufnehmen, ebenso wie die nur teilweise fahrbaren wie z.B. im Hafen. Erkenntnisgewinn kann man ja mit in die Statistik einfliessen lassen. Oder wie war das mit jeder besch...t sich selber ? 😉 Aber da muss ich erstmal konkretere Zahlen hinterbekommen. Es wird wohl eher auch nicht ins Gewicht fallen. Dann lieber ab auf's Rad.

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