Mittwoch, 30. August 2023

Rückblick KW 34/2023

Outdoor:

Die Woche war generell ziemlich voll gepackt und dabei dann auch recht viel mit Radfahren in unterschiedlichen Ausprägungen, wenn auch nicht immer nur in Hamburg. Da ich wusste, dass ich zum Wochenende hin nicht so viel Zeit in Hamburg haben werde, das Wetter mitspielte und einen Tag auch noch lieber Besuch aus dem Süden in Hamburg war hatten die ersten drei Tage ganz viel Hamburg zu bieten. Ging es Montag noch fokussiert nach Niendorf für eine Tour, so wurde das Rad am Dienstag wieder als Transportmittel in die Innenstadt genutzt. An der Alster entlang boten sich so viele Blicke, die mich als Hamburger dieses unbewusste und alles sagende "Hach" seufzen lassen. Ich persönlich glaube ja, dieses "Hach" ist genau so ein vollständiger Satz wie "Moin".

Wenn man den Alsterlauf auf dem Weg schon so belebt sieht, weiß man, dass die Entscheidung mit dem Rad zu fahren nicht nur wegen der ruhigen Ausblicke, sondern auch wegen des Parkens am Endziel, dem "Alex" am Jungfernstieg, die bessere Option war. Einfach vor der Tür anschließen, reingehen, liebe Freunde treffen und entspannt die Gesellschaft und den Ausblick von dort auf Alsterdampfer, -fontäne, -schwäne und Lombardsbrücke, sowie die darauf zwischen Dammtor und Hauptbahnhof fahrenden Züge genießen und das alles bei dem Licht, das es nur am Wasser gibt.


Und wenn man in so einem Hamburg-Mood und in der Innenstadt ist und noch Zeit nach dem Treffen hat, nutzt man es gleich doppelt aus: In Ruhe die Straßen der Innenstadt mit dem Rad nach Feierabend "erfahren" und als Abschluß noch zu einer meiner kleinen Hamburg-Traditionen, mein Must-Have des Jahres: Die Wasserlichtspiele in Planten un Blomen. Aber der Reihe nach...

Weil die Runde in der Stadt wirklich spontan war ist sie auch entsprechend unstrukturiert, was man dann auch an dem Track sehen kann. Einfach der Nase nach, mal links, mal rechts, ach da ist noch eine kleine Seitenstraße, an der einen oder anderen Stelle kurz verharren und den Blick wirken lassen.

Es gab auch einen längeren Stop: Ich habe mir wohl noch nie so in Ruhe wie an diesem Abend das Mahnmal der Sankt Nikolai-Kirche angeguckt. Oft bin ich mit dem Auto dran vorbeigefahren, aber nie habe ich wirklich in Ruhe die Ausstrahlung des Ortes auf mich wirken lassen. Es war ein kurzer Moment des "Geniessens" der Stimmung, bis dann aber die Geschichte der Kirche stärker hochkam und den Genuss in eine Andacht umgewandelt hat. Der Vergleich vor Ort zwischen Bildern der Kirche vor dem Krieg und dem was davon übrig ist lässt einen noch nachdenklicher werden. Der Turm, immerhin im 19. Jahrhundert eine Zeit lang das höchste Bauwerk der Welt, war so markant, dass er den Bomberpiloten als Orientierungspunkt für die "Operation Gomorrha" diente und genau dieser Turm hat eben diese Angriffe überstanden.

Um den Abend nicht nur nachdenklich ausklingen zu lassen ging es dann aber wirklich nochmal quer durch die Innenstadt zu den Wasserlichtspielen. Ich mag die Stimmung und den Mix der Menschen aus Touristen und Hamburgern. Die Fontänen haben sich über die Jahre nicht verändert, aber trotzdem ist es noch ein Anziehungspunkt, wenn es auch inzwischen sicherlich spektakulärere in der Welt gibt.
Es sollte scheinbar so sein, dass ich an dem Abend dort war. Normalerweise laufen die Spiele bis Ende Oktober, dieses Jahr wurden Sie aber in den letzten Tagen kurzfristig frühzeitig für dieses Jahr beendet, da Reparaturen an dem Wasserbecken nötig sind und das Wasser abgelassen werden muss. Glück gehabt!


Der Abend hatte was: Nicht wirklich durchgeplant, einfach in den Abend reinleben und spontan entscheiden wonach einem ist und die Eindrücke der Stadt genießen. Auf der Fahrt nach Hause saugte ich auch an so vielen Stellen die Stimmung der noch draussen sitzenden Menschen in der Stadt auf und mir wurde etwas bewusst: Als das Projekt im Kopf langsam Gestalt annahm ging es mir drum vieles zu sehen was ich bisher nicht kannte: Straßen, Plätze, besondere Häuser, geschichtsträchtiges und auch lauschiges, fernab der Hauptstraßen. Darum habe ich immer bei meinen Touren immer sehr drauf geachtet, dass sie bei Tageslicht sind, damit ich möglichst viel sehe. Aber an diesem Abend kam etwas neues auf, was fast noch interessanter ist: Die Stimmung der Stadtteile, die Menschen, die dort leben, die unterschiedlichen Lebensmodelle in den verschiedenen Teilen der Stadt. Unterschwellig war dieser Aspekt schon vorher präsent, aber an diesem Abend kam er so richtig durch. Ich hatte irgendwann angefangen meine Buds wegzulassen, um die Stimmung auf den Runden zu hören und bei meinen Touren hatte ich die Unterschiedlichkeit der Stadtteile natürlich bemerkt. In Eppendorf, Rotherbaum und in der Innenstadt gefahren zu sein hat diese Wahrnehmung aber nochmal verstärkt, einfach weil ich mit dem Rad mehr aufgenommen habe. 
Also, weg von der Starrheit in Bezug auf das Tageslicht und nochmal mehr lernen.

Ach ja, eine dritte Tour gab es auch noch, diesmal wieder durch Niendorf. Im Gegensatz zum Abend vorher war dieser eher "nüchtern" und nicht so hamburgisch angehaucht. Aber das Bild der äusseren Bereiche ist sicherlich nicht das, was man mit Hamburg verbindet und vor allem eines: Wohnen und Alltag.

Outdoor (Offtopic):

Es passt nicht wirklich zum eigentlichen, ursprünglichen Thema des Blogs, aber es ergänzt ein Thema, welches ich zuletzt mal angeschnitten und ausgetestet hatte: Die Nutzung des Rads generell mehr als Verkehrsmittel und dann auch in Kombination mit anderen. Das Blog soll auch nicht statisch sein, sondern leben und die gemachten Erfahrungen des Projekts spiegeln sich auch in den Inhalten hier wider.

Zur Vorgeschichte: Ich war im Juli zu einem Konzert in Düsseldorf und wir wollten nachts noch wieder zurück, standen aber erstmal zwei Stunden lang auf dem Parkplatz vor Ort bevor wir ansatzweise auf einer Straße gen Heimat waren. Da hatte ich mir schon gesagt, dass ich bei ähnlichen Veranstaltungen in Hamburg mindestens die letzten Kilometer mit dem Rad machen würde. 
In der letzten Woche war ich - leider alleine - auf einem Konzert in Essen mit 20,000 Besuchern und die Vorabmail des Veranstalters bzgl. Anfahrt und des Parkens war schon ... entmutigend. Also habe ich kurzerhand den Plan geschmiedet, die Kombination Auto inkl. der letzten Meile mit dem Rad dort auszutesten. In fremden Städten ist man mit dem Auto parktechnisch eh viel zu abhängig und weiß nicht was am besten geht und nimmt dann doch wieder die Option des Parkplatzes an der Evenlocation. 
Mein Bild von Essen und speziell vom Seaside Baldeney Beach war: Am Wasser, flach, alles an der Ruhr, von der mein Bild auch eher gemächlich durch mehrere Städte dahinfliessend war. Parken und dann mit dem Rad die letzte Meile ist ja kein Problem. Denkste! In meinem anvisierten Zielbereich bemerkte ich schon die Steigungen, hoffte aber noch, dass es zur Ruhr hin wieder deutlich flacher wird. Aber die Hoffnung erfüllte sich nicht. Aus Zeitnot, Mangel an Alternativen und auch dem Blick auf den Stau auf GoogleMaps biss ich dann in den sauren Apfel. Es konnte ja nur bergab gehen und das war für den Hinweg in Anbetracht der Zeit mehr als ausreichend für mich, aber schon mit dem Hintergedanken "Die Rückfahrt schaue ich mir dann später an." im Kopf. Die "leichte" Steigung von meinem Parkplatz zur Kuppe in Richtung Eventlocation hatte ich aber noch übersehen und so musste ich mir die Abfahrt dann doch noch erarbeiten. 

To keep a long story short: Der Rückweg war weniger schlimm als gedacht, weil ich dann noch eine Route mit einer sanften Steigung gefunden hatte und ich merkte wieder, wie gut meine Fitness auf dem Rad verglichen mit der Zeit vor dem Projekt ist, auch wenn da noch deutlich Luft nach oben ist. Mich haben nur drei Busse und Pedelecs am Berg überholt. Abgesehen von dem kleinen Kraftakt aufgrund der unzureichenden Planung an einem recht chaotischen Tag war die Option mit dem Rad aber trotzdem eine gute. Die Fußgänger auf den Weg zum Großparkplatz oder Busshuttle konnte ich alle überholen und keine 30 Minuten nach Konzertende saß ich im Auto und war auch schon auf der Autobahn gen Heimat. Eine deutliche Steigerung zu 2 Stunden in Düsseldorf knapp zwei Monate zuvor.

Warum ich das so ausführe und dieser Aspekt der Transportmittelkombination so rauskehre ist recht einfach: Die Jugend von heute in den größeren Städten lebt genau das recht intensiv mit den ganzen Sharing-Angeboten, sei es Autos, eScooter, Leihräder oder auch der traditionelle ÖPNV wie Bus, Bahn, oder MOIA. Ein eigenes Fahrzeug nimmt die Flexibilität. Mit dem eigenen Rad zum Treffen zu kommen behindert einen beim spontanen Wechseln zu einer weiter entfernten Location oder man muss am nächsten Tag los, um es wieder abzuholen. 
In Hamburg setzt auch der HVV verstärkt auf die Verbindung der Bahnen und Busse mit flexibleren Mobilitätangeboten unter dem Namen "Switch". Durch Kooperationen kann man in einer App Bahn, Bus, MOIA, eScooter und SIXT CarSharing nutzen. Sehr flexibel und sicherlich ein Rechenexempel, ob sich ein eigenes Auto wirklich lohnt. Aktuell nutze ich es aber noch mit meinen eigenen Optionen der Kombination der Transportmittel.

Doch zurück zum eigentlichen Projekt...

Indoor:

Das Trackingvideo soll bald wieder ein kleines Update im Design erhalten, um es noch klarer zu machen. Natürlich zählt das Hamburger Umland zu Hamburg. Was wäre Hamburg ohne Wedel, Norderstedt, Pinneberg, Buxtehude, Ahrensburg und alle anderen Vororte. Wenn jemand Fremdes einen fragt wo man herkommt sagen die meisten dann doch eh "aus der Nähe von Hamburg". Für den Trackingfilm ist das Umland aber mal ausnahmsweise nicht wirklich wichtig und soll daher dann nur noch verschwommen wahrnehmbar sein. Da muss ich noch ein bisschen an der Layerlogik feilen ...

Beim Tracking fallen mir dann auch immer wieder Kleinigkeiten in den Daten auf. Sei es, dass eine Straße dazugekommen ist, die zwar auf Openstreetmap existiert, aber in meinem 2022 gemachten Auszug der Wikipedia-Artikel noch nicht. Klar, ein kleiner manueller Datenabgleich behebt das, aber es erinnerte mich wieder dran, dass ich aktuelle Straßennamensänderungen auch immer mitbekommen möchte. Da muss ich mir noch eine offizielle Quelle in Hamburg suchen, in der so etwas bekanntgegeben wird.

Und dann fallen einem Details in Openstreetmap auf, die man da dann noch korrigiert. Erstaunlicherweise spiegelte der vorherige Stand genau meinen Wissenstand wider, der aber sachlich falsch war. Als Beispiel nahm ich vorher immer an, dass die Ohechaussee von Norderstedt bis an den Swebenweg, also noch auf Hamburger Stadtgebiet verläuft und danach die Oldesloer Straße zur Autobahn führt. Laut Straßenverzeichnis gibt es aber keine Ohechaussee in Hamburg und die Oldesloer Straße beginnt an der Stadtgrenze zu Norderstedt bzw. Schleswig-Holstein.

Fehlt noch was ?

Ja, noch halte ich etwas an den Zahlen fest, einfach weil es messbar ist und für mich selber den Fortschritt aufzeigt. Aber je weniger ich auf die Zahlen pro Woche oder Tour achte desto entspannter und mehr Genuss ist es und sie rücken etwas in den Hintergrund, auch um Stress rauszunehmen. Das soll aber nicht heissen, dass ich das Ziel von 1000 km Straßen in 2023 nicht noch vor Augen habe.

Wie schon in einem vorherigen Post erwähnt wird die Effizienz zunehmend uninteressanter, da ich die Touren anders plane und das Rad auch mehr zum Verkehrsmittel wird. In einem Umkreis von 3 km habe ich alles gesehen und erfahren. Da kann ich bei einer Zuhause gestarteten Fahrt in die Stadt nicht wirklich viel Effizienz erwarten. Darum lasse ich sie hier in Zukunft weg und nehme es nur als Bewertung für mich bei einzelnen Touren

    Gefahrene Meter (laut GPS-Tracks) : 68.230

    Komplettierte Meter (Doppelzählungen möglich) : 42.550

    Komplettierte Meter in 2023 (Ziel: 1000 km) : 468.226 (468,226 km)

    Diese Woche komplettierte Strassen/Stadtteile  (Doppelzählungen möglich): 111

 Ausblick auf KW 35/2023:

Da die letzte Woche wirklich sehr voll war ist diese Woche noch nicht viel geplant. Ich lasse das Wetter auf mich zukommen. Vielleicht eine Feierabendrunde in Niendorf, vielleicht etwas in Osdorf oder eine Tour durch die Stadt Richtung Hafen oder durch den Hafen, mit der Kamera bewaffnet und Bilder vom Hamburg Blue Port schießen. Einfach mal geniessen und sehen was Hamburg mir so bringt...

Donnerstag, 24. August 2023

Rückblick KW 33/2023

Outdoor:

Die Woche bot mal wieder ein bisschen Option für bewusste Touren und aktuell habe ich Niendorf auf dem Schirm. Ich komme da mit gerade mal drei Ampeln auf dem Weg hin und es ist nicht ganz so überfüllt, man kann rollen und Schwung mitnehmen. 
Der Garstedter Weg ist gefühlt eine Art Grenze in der Straßenanlage und Bebauung. Östlich von ihm bis zum Flughafen sind es eher einfach, alleinstehende Häuser und auch viel grün drum rum und auch die Straßen sind nicht immer ausgebaut. So nah am Flughafen baut wahrscheinlich niemand, der die entsprechenden Finanzmittel im Hintergrund hat.
Westlich des Garstedter Wegs wird es etwas enger, bürgerlicher und gepflegter, und dabei aber nicht großzügig gebaut. Irgendwo zwischen der A7, dem Swebenweg - und damit schon fast der Grenze zu Schleswig-Holstein - und dem Flughafen ist es hier auch nicht immer ruhig, obwohl das nahe Moor bestimmt genug für Bewegung in der Natur bietet.

Beim Planen und Abradeln waren mir schon ein paar Häufungen in den Straßennamen aufgefallen. Deutsche Volksstämme (Ostfalen, Bayern, Thüringer, Hessen, Teutonen, Goten etc.) war sicherlich das markanteste. Ich hab hierzu schon mal angefangen ein bisschen zu recherchieren und gehe in einem späteren Post wohl nochmal etwas mehr drauf ein.

Die zweite Straßengruppe basiert auf den Namen von durch die Nationalsozialisten ermordeter Widerstandskämpfer. Zentrales Element hierfür ist das Mahnmal "Tisch mit 12 Stühlen". Auf 11 der Stühle finden sich die Namengeber der umliegenden Straßen und ein freier Stuhl, auf den sich der Besucher setzen und somit so etwas wie den Geist der Widerständler spüren soll.


Zusätzlich zu den geplanten Runden war aber auch diese Woche das Rad wieder Verkehrsmittel und das Nützliche wurde mit dem Projekt verbunden. Für Erledigungen musste ich in die Stadt. Wer die Parkplatzsituation  und -preise dort kennt wird verstehen, dass man da nicht gerne mit dem Auto hin will, aber aus logistischen Gründen machte ein Teil des Weges dann doch Sinn. Also, Rad auf den Träger, ab nach Hammerbrook und dann von dort in die Stadt und auf dem Rückweg ist man gleich in der Ausflugschneise über die Elbbrücken nach Süden. Und da der Plan so für mich stand bin ich halt früher los, hab die Runde noch etwas erweitert und durch die Hafencity in Richtung City. Rad anschließen, Erledigungen machen und dann zurück mit dem Rad zum Auto.

Die Hafencity hat sich so krass verändert. Ich habe noch Bilder im Kopf wie es früher (nicht neulich) hier aussah als es noch Hafengebiet war mit dem sehr präsenten Gasometer, danach waren es "nur noch" Schuppen, mit der zunehmenden Größe der Schiffe war hier auch zunehmend weniger Kaiumschlag zu sehen.

Den Blick von der Hafencity Uni in Richtung Elbbrücken kannte ich schon. 

Was mich aber erstaunt hatte war wie es jetzt am Liegenplatz der "MS Stubnitz" aussieht. Hier war vor ein paar Jahren noch die Hauptstraße von den Elbbrücken in die Hafencity und Staubwüste mit "Rennstrecken" für Rollstühle mit Kettenantrieb gefühlt in der Mitte des Nichts. Heute findet man hier dekorative Kräne (ich könnte schwören die standen dort die letzten Jahre nicht), Grünflächen, eine Fahrradstraße und Hafenflair.



Im Hintergrund sieht man auch schon den Elbtower wachsen.
Nach dem Erlebnis steht auch wieder der Plan eine der kostenfreien Führungen durch die Hafencity wahrzunehmen.

Ich mag den Kontrast zwischen Altem und Neuem. Seien es Schiffe (Segelschiff vs. 400 Meter-Containerriese), Autos oder auch gegensätzliche und doch harmonisierende Architektur. Eines der besten Beispiele hierfür in der Hafencity ist das Maersk-Gebäude und das alte Zollhaus an der Ericusbrücke oder auch die, wie oben zu sehen, immer noch präsenten alten Hafenkräne in der modernen Hafencity. Ich denke die Hamburg Elbphilharmonie als Beispiel braucht an dieser Stelle kein eigenes Bild.


An dieser Stelle wirken die beiden Gebäude wie ein Tor von der modernen Hafencity in die historische Speicherstadt. 

Die Runde war zwar nur klein, aber sie hat mir für meine weiteren Planungen eine Erkenntnis gebracht: In der Innenstadt werde ich sicherlich nicht zu Zeiten fahren zu der die Geschäfte offen haben. Es gibt zwar gut markierte und ausgebaute Radwege, aber die bringen nichts, wenn man als einziger auf alle Fußgänger achten, dass sie nicht einfach vor das Rad laufen, wenn sie nicht eh schon in größeren Gruppen mit Gepäck auf selbigem stehen. Die meisten fühlen sich auf dem Bürgersteig sicher, schliesslich fahren dort ja keine Autos, also droht keine Gefahr. So die einfache und eingeschliffene Denke, wobei es weder ein Denken als wirklich ein antrainiertes Muster ist, das sicherlich eine Zeit braucht bis es aus den Köpfen verschwunden ist.

Indoor:

Mir kreisen immer so viele Ideen im Kopf rum, auch für die Texte im Blog, alle Ideen, Erlebnisse, Gedanken. Aber einfach drauflosschreiben? Nein, ich muss es ja erst im Kopf strukturieren. Und schwupps ist fast wieder eine Woche rum und der Druck für den Rückblick wächst.

Auch das ist wieder ein Rädchen an dem ich drehen werde und was wieder ein bisschen Selbsterkenntnis und Lerneffekt, auch ausserhalb des Hamburgwissens, bringt. Zwischendurch schon die Tageseindrücke niederschreiben und dann sollte der Rückblick auch schneller draussen sein.

Fehlt noch was ?

Ja, noch halte ich etwas an den Zahlen fest, einfach weil es messbar ist und für mich selber den Fortschritt aufzeigt. Aber je weniger ich auf die Zahlen pro Woche oder Tour achte desto entspannter und mehr Genuss ist es.

Wie schon in einem vorherigen Post erwähnt wird die Effizienz zunehmend uninteressanter, da ich die Touren anders plane und das Rad auch mehr zum Verkehrsmittel wird. In einem Umkreis von 3 km habe ich alles gesehen und erfahren. Da kann ich bei einer Zuhause gestarteten Fahrt in die Stadt nicht wirklich viel Effizienz erwarten. Darum lasse ich sie hier in Zukunft weg und nehme es nur als Bewertung für mich bei einzelnen Touren

    Gefahrene Meter (laut GPS-Tracks) : 55.850

    Komplettierte Meter (Doppelzählungen möglich) : 26.860

    Komplettierte Meter in 2023 (Ziel: 1000 km) : 425.676 (425,676 km)

    Diese Woche komplettierte Strassen/Stadtteil  (Doppelzählungen möglich): 74

 Ausblick auf KW 34/2023:

Die kommende Woche ist schon recht kompakt mit anderen Terminen, aber am Montag wird es wohl die Chance für eine dedizierte Tour geben und Dienstag werde ich wieder das Rad als eigentliches Verkehrsmittel nutzen. Die Wetteraussichten sind gut, also rauf auf's Rad, Eindrücke und Luft sammeln und vielleicht noch den einen oder anderen Cache auf dem Weg ... 

Montag, 21. August 2023

Rückblick KW 32/2023

Outdoor:

Okay, mit deutlicher Verspätung von einer Woche komme ich jetzt hoffentlich dazu diesen Eintrag zu beenden. Aktuell ist halt alles sehr ... kompakt.

Und trotzdem gab es in der Woche Platz für ein bisschen Entspannung auf dem Rad.

Die eine Tour war in zweierlei Hinsicht "anders": Zum einen ein kleiner Verstoss gegen meine eigentliche "Regel", dass ich nur im Hellen fahren will, weil ich sonst zu viele Details dieser schönen Stadt verpassen könnte. Zum anderen war es aber auch keine Tour rein für meine Challenge, sondern die Benutzung des Rades als echtes Verkehrsmittel in der Stadt, auch für eine längere Tour. Die bessere Fitness hatte mit den Respekt vor der Tour genommen und so ging es einfach mal zum Dom. Die Aussicht mich bei einem der wenigen trockenen Tage der Woche wegen eines Parkplatzes zu stressen oder in Bus und Bahn trotz guter Temperaturen "drinnen" zu sein war schon etwas frustrierend. Also, rauf auf's Rad, 10 km in 45 Minuten (inkl. "Cachepausen"), eine entspannte Runde zu Fuss über den Dom und verbrauchte Kalorien auffüllen und auf anderem Weg, etwas langsamer wegen noch mehr Caches, wieder zurück. 



Aber die Tour lässt etwas durchscheinen, was ich in einem Gespräch mit meinem Fahrradhändler des Vertrauens schon gehört hatte: Mit einem Pedelec wirst Du noch weniger Wege ich Hamburg mit dem Auto machen und das Rad wird noch mehr zum Verkehrsmittel. Wege in die Innenstadt werden hoffentlich weniger selbstverständlich mit dem Auto und stattdessen mit dem Rad gemacht. Mit zunehmend verbesserter Infrastruktur ist das bestimmt noch reizvoller.

Bei der zweiten Tour der Woche ging es nach Niendorf in den Bereich zwischen Flughafen und Garstedter Weg. Schon bei der Planung der Runde war ich etwas genervt. Es gibt dort viele "echte" Sackgassen, also ohne Option durch einen Fußweg doppelte Wege zu vermeiden. Das ist ein kompletter Kontrast zu Langenhorn und ich stelle mir die Frage, woher diese Unterschiede kommen, obwohl die Stadtteile doch recht nah beieinander liegen. Sind die beiden unterschiedlich gewachsen oder geplant worden ? Gibt es geologische Unterschiede, so dass z.B. in Langenhorn an manchen Stellen einfach nicht gebaut werden kann? Ob man das rausfinden kann oder ob es überhaupt wichtig ist? Hamburg ist halt einfach abwechslungsreich, auch in diesen kleinen Aspekten.

Ich hab bei der Niendorf-Tour auch den Ansatz bei der Rundenplanung ein bisschen geändert. Weniger an den kurzfristigen "Erfolg" in der Statistik denken, sondern etwas größer und langfristiger. Natürlich verlockt es einen Teil einer Straße noch zu fahren, damit ich sie komplett habe, aber effizient ist das an manchen Stellen sicherlich nicht. Ein bisschen Zick-Zack fahren wo es möglich ist, immer einen Teil der großen Straße fahren, in die nächste kleine rein und dadurch wieder einen Teil auf der langen auslassen (unten rot markiert). Und jetzt kommt das positive "Aber": Bei der nächsten Runde kann ich genau diese Lücken auf der anderen Seite zwischen den Seitenstrassen nutzen. 


"Austesten" heisst da wohl die Devise. Das Straßennetz gibt es aber wirklich nicht her, es als generelles Schema zu nutzen. Hamburg ist halt keine Stadt vom Reissbrett, sondern gewachsen, mit Geschichte in jedem Straßenzug... Aber vielleicht muss ich mich nochmal mehr mit Graphentheorie auseinandersetzen ...

Zahlen bitte !

Ich bin am Überlegen die Wochenstatistik rauszunehmen oder zumindest kürzer zu gestalten, da sie nicht wirklich viel aussagt. Die Effizienz hängt von vielen Faktoren ab (Stadtteil (Anzahl Sackgassen, Anordnung der Straßen an sich, Querverbindungen durch Fußwege etc.), Straßen in mehreren Stadtteilen, angefangene bzw. endlich vollendete längere Straßen), so dass sie eigentlich nichts aussagt, was ich wirklich massgeblich beeinflussen kann. 

Solange ich das für mich noch überlege sieht es aktuell aber so aus:

    Gefahrene Meter (laut GPS-Tracks) : 49.520

    Komplettierte Meter (Doppelzählungen möglich) : 30.445

    Effizienz (Gefahrene vs. komplettierte Meter) : 0,61

    Komplettierte Meter in 2023 (Ziel: 1000 km) : 398.816 (398,816 km)

    Diese Woche komplettierte Strassen/Stadtteil  (Doppelzählungen möglich): 69

Die Effizienz war diese Woche wieder in meinem gewohnten Bereich von 0,60-0,66. Im ersten Augenblick war es verwunderlich, da ich für die Domtour alleine schon 20 % in Bereichen gefahren war, die ich schon komplett hatte. Dafür war ich aber viele lange Straßen komplett gefahren, ohne aufgrund  der Unwegbarkeiten der Straßenlage Wege Abschnitte doppelt zu fahren und die eine oder andere Straße gehörte in Teilen zu zwei oder sogar drei Stadtteilen, zählte also mehrfach. 

Ausblick auf KW 33/2023:

Zum Zeitpunkt wenn ich diesen Beitrag poste macht ein Ausblick nicht mehr wirklich Sinn ...

Freitag, 11. August 2023

Rückblick KW 31/2023

Outdoor:

Diese Woche verzeichne ich mal unter dem Motto "Licht und Schatten". 

Das Licht: Am Freitag war gutes Wetter nach Feierabend, also ging es ab nach Langenhorn. Gut vorbereitet hatte ich die Runde für die verbliebenen Strassen abgesteckt und auf dem Weg dahin auch noch die eine fehlende Straße mal per Auto gecheckt. Und wieder kommt hier die Frage nach der Logik in der Aufnahme ins Straßenverzeichnis auf. Der ganze Zug ist als Betriebsgelände markiert und Zutritt somit verboten. Na gut, markiert in meinem Tracking und damit abgehakt. Vielleicht springt mich ja nochmal die Info zu der Logik an.

Zum Glück hatte ich meine Strecke noch mit der Liste der offenen Straßen abgeglichen und zum einen noch einen kleinen Weg entdeckt, der auch enthalten ist und zum anderen Straßen entdeckt, in denen ich schon war, die nur nicht richtig in meiner Tabelle vermerkt waren. Ein klarer Nachteil des manuellen Trackings. Klar hätte ich gerne was automatisches, aber das baut man halt nicht mal eben selber ...

Die Tour selber war dann wie erwartet: Langenhorn, Sonne, rechtzeitig Feierabend, die Komplettierung eines Stadtteils und der Langenhorner Chaussee vor Augen. Langenhorn hat in einigen Gebieten wirklich was besonderes. Nicht zu feudal, man kommt gut in die Stadt und trotzdem ziemlich grün. Ich habe viele Wege im Grünen gesehen und genutzt und habe das Gefühl es sind mehr als in anderen Stadtteilen. Ein bisschen erinnert es an meine alte Heimat Norderstedt, aber irgendwie ist Langenhorn aus Jugendtagen sowieso ein bisschen Heimat ...

Was ich vorher nicht kannte sind diese Objekte:



Mit der Bildersuche bin ich dann auf https://sh-kunst.de/anne-ochmann-waechtertuerme/ gestossen. Vier davon hatte ich auf meiner Tour gesehen und irgendwie sollten sie mich wohl ansspringen, da sie viele Motive mit Bezug zu Hamburg und der Heimatverbundenheit tragen. Was passt also besser zu meinem Projekt als diese Wächtertürme. Vielleicht sollte ich anregen noch einen achten zu platzieren mit Fahrradmotiven. Aber schauen wir mal, ob ich alle sieben finden kann und daraus dann zumindest einen Cache bauen kann ...

Fehlt noch der Schatten. Das war dann die zweite Tour. Sie war ziemlich spontan, die Wettervorhersage war gut und mir war mal nach einer komplett anderen Umgebung als das nördliche und zentrale, sehr urbane Hamburg. So fiel meine Wahl auf die Fischbeker Heide und ich bin dann einfach mal los, ohne konkrete Route, nur mit einem ungefähren und sinnvoll erscheinenen Startpunkt. Vor Ort kam dann die Ernüchterung: Irgendwie ganz schön bergig. Ja, das hätte man ahnen können wenn nebenan die Anfänge der Harburger Berge sind. Aber wenn man sich dann sagt, dass man es ja eh irgendwann für die Challenge fahren "muss" nimmt man auch die spontane Herausforderung an.

Die dann aufgekommene Motivation wurde kurz darauf wieder ausgebremst. Die Straßen gehen formal noch deutlich in den Wald rein und sind nicht nur die auf den Karten zu erkennenden asphaltierten Bereiche. Und wenn ich schon in der Ecke bin macht es Sinn sie auch komplett zu fahren. 

Den Boden im Wald würde ich aufgrund des Regens der vorherigen Tage als "schweres Geläuf" bezeichnen und eine Steigung war auch nur mit Schieben zu machen. Ich gebe zu, mir kam kurz der Gedanke meine eigenen Regeln etwas zu modifizieren und an bestimmten Stellen doch mit Unterstützung eines Pedelecs zu fahren. Denn was ist näher dran an der Challenge: Schieben wenn man nicht mehr fahren kann oder fahren mit Unterstützung wenn man es ohne nicht mehr schaffen würde. Aktuell bin ich noch bei dem aktuellen Stand: normales Rad und ggf. Schieben.

Aber dessen nicht genug. Als ich gerade den Beschluss gefasst hatte Richtung Auto zurückzufahren, nichtzuletzt auch, weil das bergige etwas Substanz gekostet hatte, fing es dann doch an zu regnen. Und natürlich war es der Punkt, der dann auch am weitesten entfernt war vom Auto. Und natürlich ging es Richtung Auto auch noch bergauf. Alle Blicke auf die Wetter-App verhiessen keine kurzfristige Besserung, also musste ich auch da noch mal beissen.

Erkenntnisse der Woche:
  • Eine gute Vorbereitung und Tourenplanung muss sein
  • Die Ausrüstung wird um Regensachen erweitert, um bei wechselhaftem Wetter zumindest trocken zurückkommen zu können
  • Bei Regen mit Sommerkleidung kann man plötzlich viel schneller fahren. Man sieht allerdings auch nichts mehr von der Umgebung wegen des gesenkten Kopfes.
  • Bergig, Wald und Sand nur nach längerer Trockenheit, nach Regen also doch eher urbaner oder zumindest asphaltierte Bereiche
  • Nicht nur in die App gucken, sondern selber auf's Regenradar für eine bessere Abschätzung, ob das Wetter nicht doch noch anders werden kann.
  • Bei der Tourenplanung südlich der Elbe werde ich wohl anders planen: Einen kleinen Bereich bergig und dann auf die andere Seite der Cuxhavener Straße, um etwas entspannte rollen zu können. Auch wenn die 30 Sekunden bergab jedesmal Spaß gebracht haben, waren die Mituten bergauf vorher doch anstrengend. (Es erinnerte mich etwas an's Kochen: 1 Stunde oder mehr in der Küche stehen für 10 Minuten essen können)
Indoor:

In kleinen Schritten geht's auch hier immer mal voran. Das GPX-Skript zum Ausblenden der Tracks der geschafften Stadtteile ist benutzerfreundlicher für mich und nebenbei ist mir noch eine Option für eine bessere Performance aufgefallen und wurde auch gleich umgesetzt. Die alte Leidenschaft des Programmierens kommt also auch immer mal wieder ins Spiel.

Meine gesammelten Erfahrungen mit dem Videoschnitt für mein Trackingvideo konnte ich für ein anderes Thema im privaten Umfeld nutzen. Eine Sache von ein paar Minuten, eine willkommene Beschäftigung bei dem Wetter und das gute Gefühl jemandem damit einen Gefallen getan haben zu können. So greift alles ineinander und auch die, die das Projekt gar nicht kennen partizipieren ein bisschen davon. 😎

Was darf nicht fehlen? Richtig! Zahlen!

Erstmal gab es noch ein paar Korrekturen aus den letzten Wochen. Augenscheinlich hatte ich sieben  Straßen und Plätze in Langenhorn mit insgesamt 1970 Metern vergessen als komplett zu markieren.

Ansonsten ergab sich diese Woche das folgende Bild:

    Gefahrene Meter (laut GPS-Tracks) : 40.630

    Komplettierte Meter (Doppelzählungen möglich) : 26.920

    Effizienz (Gefahrene vs. komplettierte Meter) : 0,66

    Komplettierte Meter in 2023 (Ziel: 1000 km) : 381.256 (381,256 km)

    Diese Woche komplettierte Strassen/Stadtteil  (Doppelzählungen möglich): 66

Die Effizienz war diese Woche wieder im gewohnten Bereich von 0,60-0,66. In Langenhorn war sie wie erwartet höher (0,76), in Fischbek dafür mit 0,52 deutlich geringer, weil viele längere Straßen angefangen wurden. Aber das gleicht sich ja irgendwann wieder aus.

Ausblick auf KW 32/2023:

Und wieder einmal ist es schlecht planbar wofür konkret Zeit wird und die Voraussetzungen gegeben sind. Klar, fahren bei trockenem Wetter sobald es möglich und sinnvoll ist. Und in Bezug auf mein Jahresziel ist mir noch ein Aspekt in der Auswertung aufgefallen: Straßen, die ich als nicht fahrbar festgestellt habe, kann ich potentiell ja auch noch in meine "erledigt"-Summe mit aufnehmen, ebenso wie die nur teilweise fahrbaren wie z.B. im Hafen. Erkenntnisgewinn kann man ja mit in die Statistik einfliessen lassen. Oder wie war das mit jeder besch...t sich selber ? 😉 Aber da muss ich erstmal konkretere Zahlen hinterbekommen. Es wird wohl eher auch nicht ins Gewicht fallen. Dann lieber ab auf's Rad.

Donnerstag, 3. August 2023

Rückblick KW 30/2023

In dieser Woche war mal wieder .. Regen. Ich sage schon lange, dass Juli und August sehr verregnet sind, zumindest im Norden. Aber so penetrant wie dieses Jahr war es gefühlt selten. Von daher gab es wieder zu wenig Chancen mir den Kopf freizuradeln. Immerhin gab es einen Abend, an dem es passte, sowohl von der Termin- als auch von der Wetterlage her. Also, Entscheidung für Langenhorn getroffen, Runde am PC abgesteckt, alles übertragen, Rad auf den Träger und ab zum geplanten Startpunkt. Und was soll ich sagen: Es hat ziemlich Spaß gebracht. 

Langenhorn hatte mir ja vor Kurzem schon gefallen dort zu fahren, weil dort wirklich wenig Verkehr ist und man recht frei fahren kann. Die meisten Autofahrer kriegen das auch hin mit den 1,5 m Abstand beim Überholen und warten auch mal hinter einem. Ich denke mal, es ist auch ein Vorteil dessen, dass in den letzten Jahren mehr Menschen auch in der Stadt Rad fahren, dann als Autofahrer die Situation besser nachvollziehen können und somit Rücksicht nehmen.

In Langenhorn laufen auch aktuell die Planungen für den Ausbau des Fahrradschnellweges der einmal bis nach Bad Bramstedt gehen soll. Bei meiner Tour in dieser Woche bin ich scheinbar mindestens auf einem Teil der geplanten Route von der Langenhorner Chaussee über die Fibigerstraße bis zur Hohen Liedt gefahren. Etwas mehr Infos, auch zu der Kritik an der aktuell geplanten Streckenführung findet man u.a. hier:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Kritik-an-geplantem-Radschnellweg-in-Hamburg-Langenhorn,radschnellwege146.html

Zurück zu meiner Tour: Mein vorher gemachter Plan war eigentlich gut und ich hab mich nahezu dran gehalten. Auf dem Weg waren mir noch zwei Straßen ins Auge gefallen, die ich bei der Planung nicht parat hatte. Glück gehabt, aber das klappt eh in den letzten Wochen besser. Mehr auf die kleinen Wege nebenbei achten und wenn da ein Straßenschild ist kurz verharren, checken und ggf. noch schnell den Schlenker einbauen.

Nach der Rückkehr und dem Übertragen in die Statistik war mir aber noch der "Hammenmacherstieg" auf der Karte aufgefallen. Wieso hatte ich den weder vorher noch beim Fahren gesehen? Da muss ich wohl nochmal vorbei, im Zweifelsfall erst mit dem Auto für die Vorortkontrolle. Es kann sein, dass der aktuell wegen einer Baustelle gar nicht fahrbar ist. 

Ich suche auch immer noch nach einer Logik, wann ein Weg einen eigenen Eintrag im Straßenregister bekommt und wann nicht. In Osdorf gibt es etliche Feldwege, einige stehen im Straßenverzeichnis, andere nicht. In Langenhorn waren es ein paar "Weg Nr. yyy", auch wenn ich auf dem Weg noch andere gesehen hatte, die aber nicht im Straßenverzeichnis stehen. Oder ich finde einfach noch eine gute Routingslösung, die die Planung für mich übernimmt, um den Fehlerfaktor Mensch noch mehr rauszunehmen. Auf der anderen Seite ist die manuelle Planung auch hilfreich beim Fahren, weil ich den Weg parater habe und nicht nur auf das Display gucke wo ich denn lang muss.


Immerhin hält das Hinterrad nach dem Neukauf und nicht zuletzt deswegen bringt so eine Tour auch nochmal mehr Spaß. Jetzt fehlt "nur noch" mal wieder eine trockene Phase. Bei Regen habe ich den Kopf nicht so weit oben und sehe sonst wieder nichts von der Umgebung.

Die Caches "nebenbei" kosten weiterhin viel Zeit und "mal eben" ist dann doch nicht. Von daher fällt die Ausbeute da eher gering aus. Der Fokus ist beim Fahren, Erleben und Geniessen. Ein Schaffens- und Statistikdruck reicht auch wirklich und ist auch Motivation genug.

Ach ja, natürlich gibt es auch wieder Zahlen:

    Gefahrene Meter (laut GPS-Tracks) : 31.840

    Komplettierte Meter (Doppelzählungen möglich) : 20.425

    Effizienz (Gefahrene vs. komplettierte Meter) : 0,64

    Komplettierte Meter in 2023 (Ziel: 1000 km) : 340.291 (340,291 km)

    Diese Woche komplettierte Strassen/Stadtteil  (Doppelzählungen möglich): 39

Die Effizienz war diese Woche wieder im gewohnten Bereich um die 0,60-0,66. Der eine oder andere kleinere Schlenker für einen Cache drückt es minimal, ein paar Meter an der Langenhorner Chaussee sind dazugekommen und da fehlt nicht mehr viel und dann kommen fast 5 km dazu. Bei insgesamt nur noch 20.5 fehlenden Kilometern ist also auch Langenhorn der Komplettierung nahe.

Das Blog ist hoffentlich etwas lesbarer geworden. Zumindest habe ich versucht dem Feedback eines Mitlesers gerecht zu werden, aber das scheint ein Sonderfall zu sein, den ich noch nicht wirklich eingrenzen konnte. 

Ausblick auf KW 31/2023:

Der fällt diesmal recht kurz aus: Mal sehen was das Wetter so zulässt. Viel Hoffnung ist da nicht ...
Ansonsten weitermachen an den Indoor-Teilen wie GPX-Skript in Benutzerfreundlichkeit und Performance verbessern, einen neuen Platz für die Offline-Karte an der Wand suchen, den Trackingfilm noch verbessern, Gedanken über Abfragen und Grafiken machen... Alles Dinge, die man gut bei dem Wetter trotz der Jahreszeit erledigen kann.

Ein Jahr Stillstand ?!

Ja, das könnte man denken, wenn man sich das Blog anschaut. Das letzte Posting ist immerhin schon ein Jahr alt. Schweigen kann entweder ein ...