Donnerstag, 4. April 2024

Nach dem Jahr ist vor dem Jahr

Besser spät als nie, aber der Post muss jetzt noch sein, auch wenn das Jahr schon wieder zu einem Viertel rum ist.

Nach dem ersten intensiveren Jahr kann man dies sicherlich mal Revue passieren lassen und auch den Blick nach vorne richten. Wenn es auch in den letzten Monaten des Jahres 2023 etwas ruhiger war und durch ein deutliches Nachlassen im Radeln auch die Motivation im Indoor-Bereich mitgerissen wurde, so ist das Bewusstmachen der Erfahrungen und Erlebnisse aus hilfreich sich nochmal zu sammeln, zu überlegen was man anders und hoffentlich besser machen will und dann wieder frisch motiviert zu starten. 

2022 kann man nicht wirklich zählen. Die Idee war zu spät im Jahr geboren und erste Umsetzungen und Ideen reiften und wurden ausgetestet. So entstand dann dort u.a. auch die Idee zu diesem Blog.

Also, schauen wir zuerst zurück, um dann nach vorne zu blicken:

Wenn man sich die Trackingmap anschaut wirkt man ein bisschen ernüchtert, weil die bisher komplettierten Stadtteile doch einen gefühlt eher kleinen Bereich auf der Karte ausmachen. "Nanu, ich habe doch laut der Daten schon so viel der Straßen und Kilometer geschafft, aber das wirkt doch nicht wie 20 % auf der Karte. Ist das nur falsche Wahrnehmung? Stimmen meine Daten etwa nicht?" 

Bei genauerem Hinschauen wird es aber klar: Die Stadtteile um meinen Wohnort herum sind eher kompakt bebaut, soll heißen, viele Straßen auf kleinem Raum. Das sieht in den weiter außen liegenden Bereichen deutlich anders aus. Denn obwohl der Stadtpark, Friedhof Ohlsdorf und der Flughafen sogar optisch noch viel rausholen sind die geschafften Stadtteile gerade mal 7 % der Gesamtfläche Hamburgs, verglichen mit den 18 % der Kilometer oder der 24 % der Straßen pro Stadtteil. Vielleicht gehe ich da nochmal mehr im Detail in einem späteren Eintrag ein, denn es soll jetzt nicht so viel um Zahlen gehen.

Mein 2023er-Ziel von 1000 geschafften Kilometern hatte ich zwar nicht erreicht, aber ich halte für 2024 daran fest. 2023 war vor allem auch ein Jahr des Erfahrungsgewinns und sowohl das Wetter und andere Prioritäten im Privaten haben so manche Tour verhindert. 

Nichtsdestotrotz: Mit allen in 2023 gefahrenen Strecken und den komplettierten Stadtteilen ist ein gewisser Fortschritt schon zu erkennen.


Das Lernen fand in so vielen Bereichen statt und hierbei natürlich auch Hamburg. Hängengeblieben sind z.B. neue Einblicke in den Ohlsdorfer Friedhof, das Kennenlernen der Frank'schen Siedlung in Ohlsdorf, die Erkenntnis, dass es doch noch viel Kopfsteinpflaster gibt, mehr Steigungen als man vermuten würde und die man mit dem Auto nicht wahrnimmt, die Geschichte der einen oder anderen Straße und ihres Verlaufs und Eppendorf und seine Stiftungen. Aufgenommene Stimmungen, mitunter unterschiedliche Lebensansätze, die mit dem Stadtteil verknüpft sind, sind subjektive Wahrnehmungen, aber sie sind da. Das Gedankenkarussell dreht sich weiter, ob man mal zu öffentlichen Sitzungen der Stadtteile gehen sollte oder andere "Werkzeuge" nutzt, um aus seiner normalen Bubble mal in andere Lebensbereiche zu gucken... Gibt es solche Projekte oder Begegnungsoptionen in Hamburg? Steht schon auf meiner To-Do-List.

Inspirierend war 2023 nicht zuletzt auch bei den technischen Aspekten, Planungen und nötiger Effizienzverbesserungen. Dinge, über die ich mir vorher keinen Kopf gemacht hatte wurden wichtiger und plötzlich wurde die Tourenplanung in andere Unternehmungen mit eingebunden, um Wege mit dem Auto auch für das Projekt zu nutzen und auch, um immer eine Anlaufstelle mit dem Auto in der Gegend zu haben, für den Fall einer Panne. Und auch deswegen habe ich meine Ausrüstung im Rucksack ausgebaut. Eine kleine Panne, die mit dem richtigen Werkzeug schnell zu fixen ist ist dann auch kein Drama mehr. Aber wie es dann ja oft ist: Man stolpert einmal drüber, will vorbeugen und danach passiert es nicht mehr. Werkzeugmitnahme quasi als Präventionsmaßnahme. Wenn man einen Regenschirm dabei hat regnet es ja auch meistens nicht. 😉

Was kann und soll also 2024 bringen?

Vor allem eines: Spaß! Genuss wird ganz weit oben auf der Zielliste stehen. Aber das ist sicherlich eher ein subjektiv bewertbares Ziel. 

Die Fahrradsternfahrt am 9. Juni und das Stadtradeln - wohl wieder im September - habe ich auf dem Radar, aber ob das beides terminlich passt weiß ich nicht zu sagen. Andere Leute planen ihre Urlaube etc. rund um spezielle Aktivitäten (z.B. ausgedehnte Geocaching-Urlaube), meine Planung für dies Projekt ist eher trotzdem "First things first". Alles was dann übrig ist kann hierfür genutzt werden. 

Aber trotz "First things first" will ich mehr Fokus auf das Projekt legen, da es mit "nur mal hin und wieder eine Tour" nicht getan ist. Da muss mehr Zug, mehr Struktur, mehr "Professionalität" rein.

Nach meiner ersten Tour in 2024 war ich schon recht schnell platt und ich war enttäuscht wie sehr die im letzten Jahr doch spürbar gewonnene Fitness im Winter wieder verlorengegangen war. Für große Touren fehlte dann sowohl die Fitness als auch die kompakte Zeit. Also versuch(t)e ich dies Jahr erst einmal mehr kleine und regelmäßige Touren, auch nach Feierabend und mitunter auch ohne in neuen Bereichen zu fahren, sondern um Fitness aufzubauen oder zu erhalten. Mein Ziel ist es alle 2.3 Tage rauszugehen, und sei es "nur" für Training. Ein Ziel für die Fitness ist es mit dem Rad zum Sport (16 km eine Strecke), den Sport durchzuziehen und natürlich auch wieder zufrieden zurückzukommen. Dafür muss es aber nochmal etwas wärmer werden und die Fitness noch etwas besser.

Und ja, ich werde zwischendurch auch mal Phasen haben, in denen ich nicht für das Projekt fahre, sondern Hamburg hinter mir lasse, andere Gegenden am Wochenende erkunde, um dann aber auch Hamburg wieder zu schätzen und es nicht nur abzuradeln.

Ich muss auch auf jeden Fall noch beim Restauranttesten und den Geocaches pro Stadtteil aufholen. Kandidaten gibt es in beiden Bereichen und die Suche nach Cacheideen hält meine Augen auf jeder Tour noch mal extra offen. Aber das sind eher die Seitenprojekte ...

Mal sehen wie meine Zusammenfassung von 2024 aussehen wird. Auf jeden Fall kann ich nach diesem Post endlich wieder mehr vom Fortschritt bloggen. Ich fand dieser Blogpost muss in der zeitlich logischen Reihenfolge erst kommen. Andere sind quasi schon fertig und folgen dann zeitnah. Auch hier wird sich etwas ändern. Wöchentliche Zusammenfassungen wird es nicht  mehr geben, sondern eher monatliche und bei besonderen Begebenheiten oder Fortschritten sicherlich auch noch 

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