Nach der doch sehr vollen und am Anfang sehr aktiven vorherigen Woche war diese Woche eher wenig bis gar nichts zu machen und mir war auch etwas nach Ruhe, wenn sich die Chance ergeben hat. Da waren mal wieder wichtige Erledigungen, geplante Termine und welche, die man vorher nicht in seinem Kalender hatte, die aber sicherlich nicht unwichtig waren und bei denen das Radfahren zurückstehen musste. Ja, die Challenge schluckt viel Zeit, aber wirklich wichtig sind andere Dinge.
Outdoor:
Freitag Abend fällt bei mir üblicherweise der Druck der Woche ab und es ist wenig mit mir anzufangen. So war auch in dieser Woche die Motivation eher gering. Ich habe mich dann aber aufgerafft und das Nützliche mit der Challenge verbunden und habe eine weitere Runde durch Hammerbrook, Hafencity und die Innenstadt gedreht, weil ich dort noch eine Besorgung zu machen hatte. Ist dann eh viel leichter mit dem Rad bis vor die Tür zu fahren statt sich bei der Parkplatzsuche zu ärgern.
Schon beim Fahren war die Arbeit komplett vergessen und das Wochenende konnte danach kommen. Wirklich viel "geschafft" habe ich nicht, aber mit der Besorgung gab es ja eh ein anderes Hauptziel, die Tour war Mittel zum Zweck, einige Straßen habe ich angefangen, aber es fehlt doch noch immer was, und der Genuss und das Sehen standen für mich weiter im Vordergrund.
Es gab wieder das eine oder andere bisher Ungesehene, was ich mir in Ruhe angeguckt habe, wie z.B. diese alte Tafel an der Trostbrücke.
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Aber auch bereits Bekanntes war wieder dabei, aber ich habe diesmal aufgrund meiner Auseinandersetzung mit Hamburg und diesem Projekt mit anderen Augen schauend dort gestanden. Wer weiß schon so genau, dass der Ursprung des Hamburger Hafens direkt an der Willy-Brandt-Straße der so unscheinbar wirkenden Zollernbrücke liegt?
Auch am Domplatz habe ich mir den kurzen Blick auf die Grundmauern gegönnt. Der Besuch der Unterwelt und die Reste der Hammaburg anzuschauen steht auch noch auf meiner Bucketlist für Hamburg. Die nächste Chance gibt es vielleicht schon am 10.9.2023 im Rahmen des "Tags des offenen Denkmals".
Zurück nach Hammerbrook ging es über den schönen Radweg als Teil der Veloroute 9 hinter dem Hamburger Großmarkt entlang der Hochwasserschutzanlage am Oberhafen in Richtung Elbbrücken. Ja, die Romantik dort mag nicht jeder, aber für mich ist auch das Hamburg.
Eigentlich war es eine schöne Runde mit zwei kurzen situationsbedingten Klöneinlagen mit Fremden, Sonnenuntergang mit Postkartenskyline und Abschalten zum Wochenende.
Wären da nicht die zwei kleinen Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern gewesen, bei der mich zuerst ein Abbieger komplett übersehen oder ignoriert hat. Danach meinte noch ein Taxifahrer mir auf dem Fahrradstreifen fast auf dem Gepäckträger sitzen zu müssen. Freundlich drauf aufmerksam gemacht verwies er drauf, dass er ja Fahrgäste aufnehmen wolle. Verkehrswende fängt im Kopf an und das braucht leider bei vielen noch. Radfahren in der Innenstadt zu Geschäftszeiten erfordert schon viel Aufmerksamkeit und Selbstschutz. Aber auch das "ist'n Klacks für so'n Hamburger Jung".
Indoor:
Ich muss meine Datenhaltung und Auswertung noch weiter verfeinern. Es zeigt sich immer öfter, dass es Strassen/Orte im Verzeichnis gibt, die man gar nicht oder nur teilweise fahren kann, entweder dauerhaft aufgrund der Bebauung und der StVO oder aufgrund aktueller Baustellen. Auch da muss ich mir noch Gedanken machen wie ich mit den temporär nicht zugänglichen Bereichen umgehen will: Hake ich den Stadtteil trotzdem ab, markiere ihn anders oder hole ich auch kleinere Bereiche dann noch nach? Der Gedanke muss noch etwas reifen ...
Nüchterne Zahlen
Diesmal wird nicht viel drumrum geschrieben, zumal es auch nicht wirklich viel Erkenntnisse aus einer spontanen und ungeplanten Runde geben kann:
Gefahrene Meter (laut GPS-Tracks) : 12.600
Komplettierte Meter (Doppelzählungen möglich) : 3.840
Komplettierte Meter in 2023 (Ziel: 1000 km) : 472.106 (472,106 km)
Diese Woche komplettierte Strassen/Stadtteile (Doppelzählungen möglich): 42
Die Pläne sind nach dem kleinen Durchhänger schon relativ ambitioniert, da das Wetter und der Kalender wohl mitspielen: Eine Runde in Niendorf/Schnelsen am Montag, Dienstag vielleicht einen privaten Termin in Nienstedten nutzen, um da noch zu fahren und Mittwoch mit dem Rad durch die Speicherstadt und am Hafen lang und vielleicht noch ein paar Caches und Photos vom BluePort schiessen. Speicherstadt im Dunkeln hat doch seinen eigenen Charme.
Ansonsten wird das
Stadtradeln 2023 in Hamburg seine Schatten voraus und findet vom 08.-28.09. statt. Die App ist installiert und startklar und ich habe mich schon dem Team "Evangelische Stiftung Alsterdorf" angeschlossen. Ein bisschen Lokalpatriotismus für den Stadtteil halt. Und ab Freitag schauen wir dann mal was man als zusätzliche Motivation noch für die Stadt und das Team tun kann. Vielleicht sollte ich nächstes Jahr mal ein eigenes Team "Hamburg erFahren" aufmachen...